|
Fotos durch Albontza Irijalba. Der Küstenstreifen, der sich in dem westlichen Sektor der Küste von Gipuzkoa zwischen den Mündungen der Flüsse Deba (in der Ortschaft mit dem gleichen Namen) und Urola (in Zumaia) befindet, ist ca. 8 Kilometer von der Steilküste entfernt, deren einzigartige Landschaft die Besucher bewundern. Diese Strecke enthält geologische und geomorphologische Elemente, deren Wert in der ganzen Welt anerkannt ist, und auch das reichste und komplizierte Meeresökosystem der gesamten baskischen Küste. Dank dem schweren Zugang zur Zone sind wertvolle Naturschätze der Region erhalten geblieben, was diesen Ort in einen der interessantesten und unbekannten Naturschätze unserer Gemeinschaft verwandelt. Wenn wir die Landschaft betrachten, fallen uns in der Umgebung 3 unterschiedliche Einheiten auf: flaches Ackerland, Steilküste und weite Gezeitenebene. Die Kraft des Kantabrischen Meeres erodierte das weiche lehmige Flysch-Material in diesen Teil der Küste und bildete eine einzigartige Steilküste, eine der größten freien von den Gezeiten bestimmten Flächen Europa hinterlassen hat. Diese horizontale Plattform besteht aus einer endlosen Folge von scharfen und launischen Gesteinschichten und ist eine wahre Freude fürs Auge. Die Dynamik der Steilküste und aller mit ihr verbundenen geomorphologischen Einheiten, wie z.B.: hängendes Tal, kleine Buchte, große hängende Blöcke oder ungleichmäßige Erosion, kann als Beispiel für Bücher dienen. Die Schichtpressstoffe des Flysches gehören zu einem geologischen Sanktuarium und sind weltbekannt. Das Flysch von Zumaia ist einer der spektakulärsten und am besten erforschten Zutagetreten der Welt, weil er alle biologischen, geologischen und Klimaverbundenen Ereignisse der Erde im Laufe von fünfzig Millionen Jahren aufnahm. Heutzutage befinden sich diese Schichten in der vertikalen Stellung, und macht dieses Zutagetreten zu einem großen Geschichtsbuch der Erde, in dem wir einige der dunkelsten Geheimnissen in der Entwicklung unseres Planeten enthüllen können, wie z.B.: das Verschwinden der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahre (Grenze K/T – Kreidezeitalter – Tertiäreszeitalter) , den Klimazyklen, der letzte große Erwärmung Klimawandel (Grenze P/E – Paläozän- Eozän), die Entstehung der Pyrenäen, u.s.w. Das Paläozän von Zumaia wurde jüngst für die geologische internationale Gemeinschaft ausgewählt, um die Gesteinschichten Daniense-Selandiense und SelandienseTanetiense aufzunehmen, die jeweils 60,8 und 58,7 Millionen Jahre alt sind. Auf diese Weise wird der spektakuläre Strand von Itzurun Teil des internationalen geologischen Kalenders und erhält so die offizielle Anerkennung, die er verdient. Eine neue Welt zum Entdecken bei einer spannenden Zeitreise. Neben der großen geomorphologischen und geologischen Bedeutung, stellt die Gezeitenebene das reichste und kompliziertest Ökosystem unserer Küste dar. Ihre Tümpel bilden natürliche Aquarien, in denen unzählige planktonische und Bentische Gemeinschaften, Algen, Fische, Krebs, Schalentiere, Weichtiere, Mollusken und Stachelhäuter reichlich vorhanden sind. Einzigartige Vielfalt der Arten, Farben und Lebensformen.
|

















